Richtfest Messehallen
Pressemitteilung
Presse- und Öffentlichkeitsreferat Stadt Freiburg 09.09.05:
"Neue Ausstellungs- und Veranstaltungshalle schließt Angebotslücke der Messe für Großveranstaltungen und TV-Produktionen"
Eine "Schlüsselinvestition für die Sicherung und Stärkung des Messestandorts Freiburg" nennt Oberbürgermeister Dieter Salomon die Erweiterung der Messe um eine multifunktional nutzbare Veranstaltungs- und Ausstellungshalle, die künftige "Rothaus Arena".
In Anwesenheit von Ministerpräsident Günther Oettinger feiern die Stadt mit der "Neue Messe Freiburg Objektträgergesellschaft" (NMF OTG) ,die "Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe" (FWTM) als Betreiberin der Messe, und die am Bau beteiligten Unternehmen im Rahmen der Eröffnung der Baden Messe am Samstag (10. September) das Richtfest in der Baustelle der künftigen Halle 4, die im Frühsommer kommenden Jahres mit der "Intersolar" eröffnet werden soll.
Bis dahin wird der jetzige Rohbau zu einer 5.000 Quadratmeter großen Halle ausgebaut, die zusammen mit dem ebenfalls neuen Foyer rund 8.000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche und neue Möglichkeiten für Konzerte, Sport- und Fernseh-Events schaffen wird. Hinzu kommen derzeit 550 Quadratmeter an neuen Flächen für Konferenz- und Tagungsräume. Stadt und Land investieren zusammen rund 26 Millionen Euro in das Projekt und die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen. Das Land unterstützt die Messeerweiterung mit einem Zuschuss von insgesamt rd. 2,9 Millionen Euro aus dem Förderprogramm für Messeinvestitionen.
Bauherrin des zweiten Bauabschnitts der Messe Freiburg ist die "Neue Messe Freiburg Objektträgergesellschaft" (NMF OTG), eine 100prozentige Tochter der Stadt Freiburg. Sie war bereits Bauherrin des ersten Bauabschnitts, der im Jahr 2000 eröffnet worden ist. Für die Projektsteuerung ist die Fa. Drees und Sommer GmbH Stuttgart verantwortlich. Nicht nur terminlich, sondern auch bei den Kosten liegt das Projekt exakt im vorgegebenen Rahmen.
Mit den Vor- und Gründungsarbeiten war im Sommer 2004 begonnen worden; im November 2004 gaben OB Salomon und Wirtschaftsminister Pfister mit dem symbolischen ersten Spatenstich den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten auf dem knapp zwei Hektar großen Areal neben dem bisherigen Hallenkomplex. Seitdem sind 70.000 Kubikmeter Erdreich bewegt und über 5000 Kubikmeter Beton sowie 2000 Tonnen Stahl verbaut worden. Zwölf Fachfirmen - fast ausnahmslos aus Freiburg und Umgebung - sind derzeit auf der größten städtischen Baustelle beschäftigt. In einer spektakulären Aktion hatten vier Autokräne Ende Juli die 46 mal 46 Meter große und 400 Tonnen schwere Dachkonstruktion in einem Stück aufgerichtet. "Diese Investition ist ein entscheidender Baustein für den Messestandort Freiburg", so Oberbürgermeister Dieter Salomon beim Richtfest. Gutachten im Vorfeld der Grundsatzentscheidung zur Messeerweiterung haben ergeben, dass ohne die neue Halle auf Dauer wichtige Messen wie die "Intersolar" aus Platzgründen nicht in Freiburg zu halten wären. Deshalb folgte der Gemeinderat mit seinen Entscheidungen für die Messeerweiterung im Frühjahr 2003 den Empfehlungen der Gutachter, die für eine deutliche Vergrößerung der Ausstellungsflächen (bisher: 13.500 Quadratmeter) und für ein speziell auf Veranstaltungen ausgerichtetes Angebot plädiert hatten. Nur damit seien auf Dauer überregional und international bedeutsame Messen wie die "Intersolar" (größte europäische Fachmesse für Solartechnologie) oder die traditionsreiche "Interbrossa" in Freiburg zu halten. Die neue Halle soll darüber hinaus die "Angebotslücke" einer Veranstaltungshalle schließen, die immer häufiger für große Events nachgefragt wird. Die beliebteste deutschsprachige Unterhaltungssendung "Wetten dass..." ist inzwischen mehrfach von Freiburg ausgestrahlt worden; hinzu kamen mit weitere große TV-Produktionen wie "Verstehen Sie Spass?" und große Rock- und Pop-Konzerte. In der bisherigen Konzeption ist die Messe jedoch bei TV-Produktionen, Sportveranstaltungen usw. durch die vorgegebenen langen Belegungszeiten für andere Nutzungen blockiert. Diese Lücke wird mit der "Rothaus Arena" geschlossen werden, die den Namen der Badischen Staatsbrauerei Rothaus als Mitgesellschafterin der Messe trägt. Die Halle wird nach einem Entwurf des Freiburger Architekten Detlef Sacker auf ca. 5000 Quadratmetern Grundfläche für Sport-, Kultur- und TV-Veranstaltungen je nach Bühneneinrichtung unbestuhlt bis zu 9.000 und bei einer Bestuhlung bis zu 4.300 Plätze bieten. Zum Vergleich: Die größte der drei bestehenden Hallen der Messe Freiburg misst ca. 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Mit dem zweiten Bauabschnitt entsteht auch ein vielfältig nutzbarer Foyerbereich von weiteren 3.000 Quadratmetern für Ausstellungen als auch für Veranstaltungen oder begleitende Gastronomie. Durch die Erweiterung erreicht die Messe Freiburg eine Hallen-Ausstellungsfläche von insgesamt ca. 21.500 Quadratmetern. Mit der Erweiterung der Messe wird auch ein Ersatz für die in jüngster Zeit entfallenen Veranstaltungsräume Friedrichsbau, Kongresssaal am Stadtgarten (Karlsbau) und demnächst die Stadthalle geschaffen.
Die Neukonzeption der Messe eröffnet die Chance, die Angebote für Messen und Ausstellungen sowie Kongresse und Tagungen an einem Ort besser miteinander zu verzahnen. Diese Option wird von Veranstaltern immer häufiger nachgefragt, indem ein Fachkongress mit einer entsprechenden Ausstellung verbunden wird. Um das Tagungs- und Messegeschäft auch organisatorisch optimal zu verbinden, sind zum Jahresbeginn 2005 die Freiburg Wirtschaft und Touristik (FWT) und die Messe Freiburg zu einer gemeinsamen Gesellschaft, der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe (FWTM) verschmolzen worden.